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Allgemeines

Name: Vincent
Alter: 4 Jahre
Geschlecht: Rüde
Rasse: Canis Lupus Altaicus
Herkunft: Sibirien, in der Region der Stadt Tomsk
Geburtsrudel: Wölfe der weißen Ebene
Jetziges Rudel: Die Wolkenfänger
Rang: Anwärter

Aussehen

Fellfarbe:   Weißes, bis silbergraues Fell bedecken einen Großteil des Körpers. Nur in Richtung der Hinterläufe und im Gesicht nimmt seine Färbung ein deutlich dunkleres Grau an, dass sich deutlich vom Rest abhebt. Die Ohren und die obere Partie der Rute sind fast gänzlich schwarz.
Augenfarbe: Dunkelbraun
Größe: 80 cm
Gewicht: ohne Angabe
Statur:   Agil und kräftig, noch wirkt Vincent besonders massig noch schmächtig. Für einen Wolf seiner Herkunft eher perfekt proportioniert. Lange kraftvolle Läufe und breite Pfoten, haben den Rüden zu einem ausdauerndem Wanderer gemacht. Seine Größe lässt ihn allerdings etwas träge wirken.
Familie
Gefährtin:   ---
Eltern:   Jacona (w.) & Elijas (m.)
Geschwister:   gleichaltrig: Himalia (w.), Kayla (w.) Plato (m.)
  ältere Geschwister abgewandert
Junge:   ---
Charakterbeschreibung
Charakter: Geprägt durch seine Vergangenheit hat sich aus einem einst aufbrausenden und beinahe schon jähzornigen Wolf, ein ruhiger Wolf gebildet, der zwar seine Eigenarten hat, aber dennoch ein angenehmer Zeitgenosse ist, der es versteht auf andere einzugehen und ihnen jederzeit zur Seite zu stehen. Was ihn bisweilen ein wenig sonderlich wirken lässt. Zeigt er sich jedem Fremden vertraulich bis hilfsbereit lässt er so gut wie niemanden an sich selber ran, was dazu führt, dass er sich nur ungern bzw. widerstrebend helfen lässt.
Besonders seine Vergangenheit scheint für den Rüden nach wie vor ein rotes Tuch zu sein, der er entweder mit Lügen aus dem Weg geht oder er sich selbst schlicht als „Heimatloser“ bezeichnet.
Was ihn aber bei Weitem noch nicht eigentümlich macht. Erst seine von Zeit zu Zeit recht geschwollene Ausdrucksweise und seine Verschwiegenheit, haben bei Artgenossen immer für etwas Verwunderung gesorgt. Trotzdem sollte man im Auge behalten, dass diese Verschwiegenheit nicht etwa durch Schüchternheit zeugt, im Gegenteil. Er zieht es vor andere reden zu lassen, als sich anderen aufzudrängen, was unweigerlich zu unangenehmen Fragen führen könnte.
Auch wird ein Artgenossen den grauen Wanderer wohl nie in einen Kampf verwickelt sehen, im Gegenteil, in den meisten Fällen wird man ihn als strickten Ablehner heftiger Auseinandersetzungen erleben. Das einzige was darüber hinwegtäuscht, ist der kräftige Körperbau, der ihn bei genaurer Betrachtung allerdings mehr zu einem sanften Riesen machen sollte.
Stärken:   - das Vermitteln zwischen zwei Parteien
  - versteht es anderen zuzuhören und Ratschläge zu geben
  - sehr ausdauernder Wanderer
  - passt sich schnell neuen Gegebenheiten an
  - sehr ausgeglichener Charakter
Schwächen:   - zurückhaltend bis schweigsam
  - relativ erfahrener Kämpfer, macht von Erfahrung und Können allerdings kaum Gebrauch, weigert sich regelrecht
  - wahrt zwischenzeitlich Distanz zu anderen
  - lässt sich nur ungern helfen
Hintergrundgeschichte
Ein kalter und rauer Wind fegte über die karge Landschaft Sibiriens, während er gnadenlos an den blattlosen Ästen der Bäume zerrte. Der ein oder andere war dieser mächtigen Naturgewalt bereits zum Opfer gefallen, weswegen viele bereits umgeknickte Bäume das Bild der Landschaften prägten. Dicht in den Schnee gekauert hockten Schneehasen und versuchten mit aller Macht dem mächtigen Wind standzuhalten, während sich kleinere Nager bisweilen völlig verkrochen hatten. Eigentlich ein völlig normales Szenario in mitten eines sibirischen Winters. Nur diesmal trug der Wind auch etwas anderes mit sich. Es war der Geruch von Tod und Angst, vielleicht sogar Reue?
Dort wo der im Sommer so aufblühende Wald etwas lichter wurde, hatte sich ein Rudel gesammelt. Dicht an dich hatten sich die Mitglieder aneinandergedrängt, um dem Wind so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten. Der aufpeitschende Schnee, in dem sie bis zu ihren Knien standen vermochte es die Sicht der Wölfe deutlich zu trüben, dennoch schaffte er es nicht zu verbergen was vor ihren Pfoten geschehen war.
Vor ihren Pfoten lag leblos der Körper ihres Betas, nicht anders als der Rest der Rudels war er nur noch ein Schatten seiner selbst. Der Winter machte ihnen wie jedes Jahr deutlich zu schaffen.
Keine zwei Meter entfernt von dem toten Körper des einst so stolzen Rüden, stand breitbeinig, schwer atmend und deutlich mitgenommen, ein Wolf der bis vor wenigen Minuten noch einer von ihnen selbst gewesen war. Nun aber, durch den Ausgang der recht heftigen Auseinandersetzung ...
Während Vincents Herz weiter heftig gegen seine Brust klopfte, stieg sein Atmen in Form von kleinen „Wolken“ auf und wurde im Nu eins mit dem Sturm, der um sie herum tobte.
Was war hier passiert? So richtig realisieren konnte er es immer noch nicht, erst das ansteigende Raunen in den Reihen der Rudelmitglieder und das darauf folgende Knurren seinerseits, dass das Raunen wieder verebben ließ, gaben ihm die Möglichkeit das Passierte Revue passieren zu lassen. Alles war so schnell gegangen.
Sie waren auf der Suche nach neuen Jagdgründen gewesen, während das Wetter um sie herum immer schlimmer geworden war. Und er selber hatte mit seiner schlechter werdenden Laune nicht gerade dafür gesorgt, dass sich die allgemeine Stimmung nennenswert hob. Gerade der Beta des Rudel war immer öfter in sein Kreuzfeuer aus Vorwürfen und Seitenhieben geraten. Es hatte schon früher Reibereien zwischen den beiden Rüden gegeben, aber immer nur in einem begrenztem Maß, nie war es zur Eskalation gekommen.
Diesmal sollte es anders kommen. Während die Alphas zu sehr damit beschäftigt waren, die Jungwölfe an ihrer Seite zu behalten und den richtigen Weg zu finden, fing nun auch in ihren eigenen Reihen der Sturm an zu brodeln. Was mir Drohungen, Vorwürfen und Beleidigungen anfing, schaukelte sich schließlich zu einer handfesten Beißerei hoch. Die einerseits die Spitze eines längst hätte ausgefochtenen Machtkampfes war, andererseits entlud sich so die Spannung, die auch den Rest des Rudels an den Nerven zerrte und allgemein für überhitzte Gemüter gesorgt hatte.
War der Kampf erst einmal in Gang gekommen, schien alles viel zu schnell zu gehen. An sich schienen beide Rüden gleich auf zu sein. Dennoch, die Wanderung hatte sehr an den Kräften des Betas gezerrt, mehr an denen von Vincent, was am Ende das Quäntchen an der Waage gewesen war. Der Kampf und die Wanderung setzen dem Rüden ab einem bestimmten Punkt so sehr zu, dass nicht nur sein Geist den Kampf aufgab, sondern auch Momente später sein Körper.
Und nun stand er selber hier, als zweifelhafter Sieger eines Kampfes der eigentlich nicht hätte vermieden werden können. Ein Blick in die Augen der anderen Wölfe verriet ihm, dass in ihnen Angst lag. Angst und ein Hauch von Verachtung? Womit sie recht hatten, einen besonders ruhmvollen Weg den Rang des Betas einzunehmen hatte er nicht gerade gewählt.
Keiner von ihnen war gewillt das unangenehme Schweigen zu brechen, erst der Alpha schaffte es sich gegen die tödliche Stille durchzusetzen und das Rudel zum Weiterwandern aufzufordern. Dies war eine neue Situation, zwar keine schöne, aber man musste lernen sich mit ihr zu arrangieren, so schmerzlich es auch war.
Während das Rudel weiter zog, hatte sich eine ungewöhnliche Ruhe über das Rudel gelegt, niemand schien so richtig akzeptieren zu wollen, dass sie nun einen neuen Stellvertreter hatten. Und selbst Vincent konnte ihre Zweifel nur zu gut nachvollziehen, sah er sich doch selbst nicht in der Lage alle Zweifler von seiner Meinung zu überzeugen, irgendetwas hemmte ihn, ganz im Gegensatz zu der Zeit vor dem Kampf, in der er sich nicht zu fein gewesen wäre, jedem der ihm widersprach die Leviten zu lesen. Nun aber schien er in seinem Geist fast gebrochen zu sein. Zweifel an allem was er bisher getan hatte überkamen ihn. Den Respekt des Rudels würde er sich nicht ohne Muskelkraft erarbeiten können, so viel stand fest und aus irgendeinem ihm nicht greifbaren Grund wollte er das auch gar nicht.
Er wollte eigentlich nur noch eines: Weg von hier, weg von dem was passiert war, weg von den Blicken und alles was mit ihnen verbunden war.
Dies war wahrlich kein Leben mehr für ihn.
Als sich der Sturm schließlich einige Tage daraufhin gelegt hatte und das Rudel sich für die Nacht an einer geschützten Stelle niedergelassen hatte, setzte Vincent seinen Entschluss in die Tat um. Während die anderen schliefen, verließ er ohne ein Wort des Abschieds das Rudel in dem er aufgewachsen war, sie waren ohne ihn besser dran.
Von diesem Moment an zog der graue Rüde von Ort zu Ort, ohne lange bei einem bestimmten zu bleiben, sein Gespür wies ihm den Weg.
Mit der Zeit wich sein bisheriges Verhalten völlig von ihm, was man in erster Linie fremden Wölfen zu verdanken hat, denen er jederzeit ein offenes Ohr schenke und immer versuchte eine helfende Hand bereit zu haben. Zwar machte dies den toten Beta nicht wieder lebendig, dennoch half es ihm darüber hinwegzukommen.